Avans Wuffelerfahrungen

Hallo ihr Lieben,

inzwischen konntet ihr bereits einige Einblicke in die Wuffelerfahrungen unserer Rudelmitglieder erhalten. Heute geht es weiter. Nach Grisu, Vincent und SoaCh erfahrt ihr jetzt mehr über unseren Avan.  

Was bedeutet dir das Wuffeln?

Die Antwort auf diese Frage in Worte zu fassen fällt mir sehr schwer, da sehr viele Emotionen, Gedanken, Ereignisse und Erinnerungen damit verbunden sind. Für mich bedeutet Wuffeln Ich selbst zu sein, mich gleichzeitig zu verlieren und immer wieder neue Seiten an mir zu entdecken. Die Grenze zwischen dem „Mensch“ und „Mir“ ist im Laufe der erst sehr kurzen Zeit von ein paar Monaten, völlig verschwommen. Ich fühle mich frei, gelöst, habe die Schüchternheit abgelegt und viele tolle neue Leute kennen gelernt. Ich habe keine Angst mehr meine Gefühle zu zeigen sei es gute Laune, Albernheit, Freude oder Verliebtheit. Genauso wie Traurigkeit, Hilflosigkeit, Angst oder Verwirrung. Alleine die Auseinandersetzung mit allen Facetten meiner Gefühlswelt ist mir überhaupt erst durch das Wuffeln möglich geworden. Des Weiteren bedeutet für mich das Wuffeln paradoxer Weise auch die Masken fallen lassen. Auch wenn man eine Maske trägt, so zeigen doch die meisten, mich einbezogen, daraufhin ihr wahres Gesicht und das ist oft ein ganz anderes als das, was man sonst von einem Menschen kennt, ehrlich und unverstellt. Dies führte auch dazu, dass ich eine Gruppe Menschen fand die ich jetzt als meine Familie bezeichne, denen ich blind vertrauen kann und denen ich, wenn nötig sofort mein Leben in die Hände legen würde. Ohne Wuffeln wäre mir dieses Glück wohl nicht zu Teil geworden. Zusammengefasst kann ich also ohne zu übertreiben sagen, dass mir das Wuffeln wohl alles bedeutet und mein Leben in Bahnen gelenkt hat, die ich nie für möglich gehalten habe.

Wie bist du zum Pupplay gekommen?

Wie so oft im Leben war es bei mir eine Mischung aus Neugierde, Zufall und Herz. Anfang letzten Jahres lernte ich einen süßen Typen kennen und verliebte mich Hals über Kopf in ihn. Von Anfang an stand jedoch fest, dass er meine Gefühle nicht erwiderte da er selbst in einen anderen verliebt war. Derjenige lebte das Pupplay schon länger aus, und so war es nicht verwunderlich das mir meine „Flamme“ eines Tages erzählte, er habe sich eine Maske bestellt. Ich wurde neugierig und las das ein oder andere über Pupplay und auch auf den bekannten blauen Seiten fielen mir auf einmal ziemlich viele Leute mit den Masken auf. Nun gut dachte ich mir, vielleicht ist das ja etwas was mich ihm näherbringt und bestellte mir ebenfalls eine Maske. Nach zwei Wochen Wartezeit bekam ich das ersehnte Paket. Ich öffnete es und holte die lila-schwarze Maske heraus und betrachtete sie zuerst von allen Seiten sehr argwöhnisch. Nach mehr als einer Stunde setzte ich sie auf und schaute in den Spiegel…und muss zugeben das ich im ersten Moment erschrocken war. Da schaute mich jemand mit meinen Augen an und doch war es im ersten Moment nicht Ich, sondern ein Fremder der einem aber auch wieder bekannt vorkam. Ich behielt die Maske mehrere Stunden auf und schaute immer wieder in den Spiegel bevor ich sie fürs erste wieder in den Karton packte. Ein paar Tage später legte ich mir meinen Puppynamen zu und trotzdem war ich immer noch nicht überzeugt von dem Ganzen und betrachtete es eher als eine Maskerade, ein Rollenspiel was vor allem beim Sex seine Anwendung finden würde.

Ein paar Wochen Später lernte ich einen anderen Puppy kennen der mich mit zu einem Puppystammtisch nahm, ein gemütliches Treffen mit anderen, mit Musik, Essen, Trinken und zum wuffeln. Wuffeln, mit dem Begriff konnte ich zu dem Zeitpunkt überhaupt nichts anfangen und es brauchte einige Zeit bis derjenige mich überredet hatte mit zu gehen. Ich stand nun in einer Gruppe anderer Puppys und wusste nicht so recht was ich nun machen sollte. Ich beobachtete die anderen und war immer wieder fasziniert davon was sie taten und wie offen sie mir begegneten. Später am Abend sah ich einen Wuffel der auf allen vieren auf die Tanzfläche ging und sich dann einfach dort mitten drauf hinlegte. Ich beobachtete ihn ein paar Minuten und plötzlich, keine Ahnung warum, ging ich ebenfalls auf alle Viere, lief zu ihm und legte mich einfach neben ihn, nahm seine Pfote und wir schauten uns ein paar Minuten in die Augen, einfach auf dem Boden liegend mitten auf der Tanzfläche. Danach stand ich auf und ging nach draußen, verwirrt über meine Reaktion, mein Verhalten, das Gefühl in mir das mir sagte das ich genau das richtige getan hatte, ich aber nicht wusste warum. Diese Erfahrung war mein erster Kontakt mit dem viel beschworenen Headspace und nicht die letzte. Einen Tag später war der CSD in Dortmund und ich hatte mich entschlossen, dass dieser der erste öffentliche Auftritt von Avan wird. Es war unglaublich wie viele andere Puppys ich an dem Tag kennen lernte, darunter auch mehrere die heute in meinem Leben eine ganz besondere Rolle einnehmen und zu meiner Familie gehören. Ich fühlte mich rundum wohl, alle Ängste und Zweifel waren weg und ich fühlte mich frei. Seit diesem Tag weiß ich das Pupplay kein Rollenspiel ist, sondern eine Lebenseinstellung und wer es einmal erlebt hat, der möchte es nicht mehr missen.

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